Das aktuelle Informationsschreiben vom 21.01.2012, bitte hier anklicken !

 

 

Termine 2012 – Bitte vormerken !

  • Rosenmontagsumzug am 20.02.2012 in Neuburg; der Erlös kommt unserem Verein zugute
  • Jahreshauptversammlung am 02.03.2012 in Rülzheim, Die Einladung an die Mitglieder erfolgt rechtzeitig
  • Die Kindererholung 2012 findet im Zeitraum vom 29.06. - 21.07. statt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.
  • In diesem Jahr können Sie wieder an einer Studienfahrt vom, 25.05.- 03.06., mit dem Verein aus Böhl-Iggelheim teilnehmen. Bei Interesse, bitte an Frau Gaby Möller, Tel.: 06324 6821, bis zum 21. April wenden. Preis inkl. Visagebühren 490.- Euro.
  • Für den Herbstkonvoi kann noch kein Termin festgelegt werden, da uns die neuen Bestimmungen für humanitäre Hilfen noch nicht vorliegen.

 

 

Lebensmittelpakete für Weißrussland - 2012 !

Unsere Aktion – „Lebensmittelpakete packen“ - werden wir auch in diesem Jahr wieder durchführen und an die Familien in Weißrussland verteilen. Für diese Aktion müssen die Anmeldungen für Pakete bis zum 17. Februar 2012 bei unserem Verein abgegeben werden. Der Preis pro Paket beträgt 25.- Euro. Da die Lebensmittelpreise in Weißrussland gestiegen sind, müssen für eine Preiserhöhnung um 5.- Euro vornehmen.

Zu dieser Aktion finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Vorlagen“ das Bestellformular für die Hilfspakete! Sie können sich gerne auch an unsere Geschäftsstelle wenden.

 

 

 

Besuch der Zivildienstschule in Karlsruhe im April 2011

An mehreren Donnerstagen im April 2011, morgens um 10.30 Uhr, trafen sich verschiedene Vereinsmitglieder, um gemeinsam über ihre ehrenamtliche Tätigkeit in unserem Verein bei der Zivildienstschule in Karlsruhe auf Einladung durch den Lehrer Herrn Schulz zu berichten.

Es ist kein Zufall dass gerade jetzt sehr viel über den „Supergau“ gesprochen wird, denn schließlich ist es jetzt 25 Jahre her, dass es in Tschernobyl eine Katastrophe mit verheerenden Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt gegeben hat. Das war auch der Anlass, einmal über seine persönlichen Erfahrungen in einem Land, das nicht gerade vor Wohlstand protzt zu reden, seine Gefühle und Gedanken mit den Zivildienstleisteten zu Teilen und sich auszutauschen. Wir gingen ohne große Vorbereitung in die Schule, denn uns war es sehr wichtig offen und ehrlich zu reden und mit Bildmaterial was wir auf einer CD dabei hatten, uns den Fragen der jungen Menschen zu stellen.

Die meisten der Schüler die hier nur eine Woche verbringen und sich austauschen, waren uns gegenüber sehr offen und hatten so manche interessante Frage parat die wir auch sehr gerne beantworteten. Viele der Fragen drehten sich ums Finanzielle, die Arbeit für Jugendliche, Lebensmittel und die Folgen der Strahlung für Mensch und Natur. Die meisten der Schüler wussten gar nicht genau was da überhaupt passiert war, denn sie waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren. So hatte sich auch Herr Schulz sehr gut auf diese Zeit mit uns vorbereitet. Er stellte Informations- und Bildmaterial in der ganzen Schule aus, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Auch ging er auf die Arbeit der gemeinnützigen Vereine ein, die dort vor Ort den Familien und Kindern helfen.

Zum Abschluss möchte wir uns ganz herzlich bei Herrn Schulz und der Zivildienstschule Karlsruhe bedanken das sie uns so offen aufgenommen haben und uns bei unserer Arbeit unterstützen den Menschen ein wenig Normalität in ihren Alltag zu bringen.

Bilder zu dieser Veranstaltung, bitte hier klicken !

 

                                                                                                                                                              Jörg Will, Mitglied im Vorstand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stadt Pripjat am Atomkraftwerk Tschernobyl, die sozialistische Mustersiedlung hatte Raum für 50.000 Menschen. Heute, 25 Jahre nach der Evakuierung überwuchern Bäume und Sträucher Häusersiedlungen, Straßen und Plätze. Ein Festplatz in der verlassenen Stadt im Sperrgebiet nahe dem Unglücksreaktor.

 

26. April - 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl

Die humanitäre Hilfe muss weitergehen - Fukushima in Japan könnte das gleiche Schicksal erfahren.

Der 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe ist Anlass, an die Menschen in den Atomunglücksregionen von Fukushima und Tschernobyl zu denken. Wir kommen zu der bitteren Erkenntnis, dass nach dem Reaktorunfall 1986 in der Ukraine die Katastrophe in Japan nicht nur eine Offenbarung war. Die Katastrophe von Fukushima in Japan hat uns deutlich gemacht, dass die Folgen von Naturkatastrophen auch für ein hochtechnologische Land wie Japan nicht beherrschbar sind. Auch wenn sich die Fachleute noch nicht einig sind, welche Folgen die Katastrophe für das Land haben werden, die Menschen werden damit leben müssen. Ein Entkommen ist nicht möglich.

Tschernobyl hat uns gezeigt, dass die Menschen heute und viele weitere Generationen nach diesem Unfall mit den Folgen der partiellen Verstrahlung der Böden in Weißrussland leben müssen. Etwa 2,4 Millionen Menschen leben heute auf dem radioaktiv verseuchten Gebieten, unter ihnen bis zu 500.000 Kinder. Unser Verein hat sich nach vielen Besuchen vor Ort ein Bild davon machen können, welche Auswirkungen diese Katastrophe auf die Lebensbedingungen der Menschen hat. Die leidtragenden in der Gesellschaft sind vor allem die Kinder. Viele von ihnen sind krank. Die Strahlen in den noch zu entwickelnden Körpern der Kinder zerstören ihr Immunsystem. Ungefährliche Kinderkrankheiten können sich zu einer Tragödie für die betroffenen Familien entwickeln. Der Anstieg von schweren Erkrankungen, wie Schilddrüsenkrebs und Leukämie sind seit der Reaktorhavarie dramatisch.

Jedes Jahr holen wir Kinder aus den verstrahlten Gebieten in die Südpfalz damit sich ihr Immunsystem durch die Aufnahme von unverstrahlten Lebensmitteln wieder stabilisiert. Ein kleiner Schritt, der den Menschen wieder etwas Hoffnung macht. Auch in diesem Jahr suchen wir wieder Gastfamilien, die uns dabei unterstützen diesen Kindern ein paar „sorgenfreie“ Wochen in Deutschland zu ermöglichen.

Durch die Verstrahlung von Flüssen, Seen und Wiesen müssen die dort lebenden Menschen von dem leben was die Natur ihnen gibt. Der Anbau von Gemüse, Kartoffeln etc. birgt die Menschen nicht vor der Gefahr, permanent verstrahlte Lebensmittel zu essen.

Für uns war es sehr wichtig nach dieser verheerenden Katastrophe die Menschen mit Lebensmittel zu versorgen. Mit Hilfstransporten sind wir jedes Jahr in der Region und Stadt Shitkowitschi unterwegs. Die Menschen sind uns dafür sehr dankbar, dass wir sie auch heute, nach 25 Jahren, immer noch unterstützen. Wir haben in dieser Zeit durch unsere Hilfe dazu beigetragen, dass Freundschaften zu vielen Familien entstanden sind. Die politischen Verhältnisse in Weißrussland haben dies nicht immer zugelassen. Die Regierenden dulden aber unsere humanitäre Hilfe, da sie genau wissen, dass es ohne unsere Unterstützung den Menschen noch schlechter gehen würde. 

Wenn Japan nach dem schweren Erdbeben und den Folgen der Reaktorkatastrophe irgendwann zur Ruhe kommt, wird mit Sicherheit eine Diskussion zu führen sein, die letztendlich zu Veränderungen der Energiepolitik führen muss. Die Menschen müssen ihr Schicksal ertragen und damit Ihr Leben neu ausrichten. Die russische Autorin Swetlana Alexijewitsch hat es bereits vor vielen Jahren ausgesprochen “Tschernobyl ist ein Geheimnis, das wir noch zu lösen haben, vielleicht ist es die Aufgabe des 21. Jahrhunderts, eine Herausforderung an das Nächste Jahrhundert“ Fukushima könnte eine bahnbrechende Wende sein, wenn die Verantwortlichen in Japan die Katastrophe als „Zeichen“ begreifen.

Hoffen wir für die Menschen in Japan, dass die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima nicht größere Schäden verursachen wird als beim Unglück von Tschernobyl. Die Folgen kennen wir!

Elmar Marsiske, 22.04.2011

 

 

Zu den Ereignissen der Atomkatastrophe in Japan schreibt uns ein Mitglied des Vereins.

Die Gruppe im Schwarzwald hat viele Jahre mit unserem Verein zusammengearbeitet und ist heute autark und noch sehr aktiv!

Eigentlich wollte ich aus Altersgründen in Sachen "Leben nach Tschernobyl" für die Kindererholung nichts mehr machen schreibt uns Waltraut Schnitzer aus St. Georgen zu den aktuellen Ereignissen in Japan.

Die Ereignisse um Fukushima / Japan haben mir aber gezeigt, dass man in seinen Bemühungen eigentlich nie inne halten sollte. Seit dem Jahre 1999 sind wir hier im Schwarzwald-Baarkreis ein Freundeskreis, der Kinder aus dem besonders verstrahlten Gebiet um Gomel/Weißrussland Kinder zur Erholung in den Schwarzwald einlädt.

Am 26. April 1986 ist in der Ukraine der Atomreaktor Tschernobyl explodiert. Grund: Menschliches Versagen. Ein Team des Reaktors hatte einen Störfall simuliert, und dabei ist der Reaktor tatsächlich außer Kontrolle geraten. Die Folge davon war, dass beim radioaktiven Fallout einige Teile der Ukraine und große Landstriche Weißrusslands im Norden der Ukraine kontaminiert wurden. Dort wo es geregnet hat, ist die Verseuchung des Bodens besonders hoch. Für die Menschen in diesen Gebieten waren die Folgen katastrophal. Aus dem unmittelbaren Bereich um Tschernobyl wurden die Menschen zu spät evakuiert (Busse / Pripjat). In Weißrussland gab es dafür keine Möglichkeit, da die Bevölkerung zu arm ist. In Japan können wenigstens die Vermögenden in ein Flugzeug sitzen und sich und ihre Kinder in Sicherheit bringen. In Weißrussland blieb man da und wurde verstrahlt - krank.

Ich habe Kinderheime und Krankenhäuser dort gesehen. Die Kinder im Kinderheim in Gomel haben vor allem Rückgratverformungen und werden dort im Liegen (auf dem Bauch) unterrichtet. Der Bruder unseres ersten Tschernobyl-Kindes geb. 1990 leidet von Geburt an an Leukämie. Wika, unser Kind, hat zeitlebens schon Schilddrüsenschwierigkeiten. An den Schulen werden Karteikästen geführt. Bei jedem Kind wird der Krankheitszustand darin festgestellt und laufend untersucht. Krebs; in allen Formen, usw. usw. dies nur als kurze Beispiele. Die Familien sind durch die gesundheitliche und nervliche Situation sehr oft zerrüttet. Das kommt auch noch dazu. Dann noch die politisch schwierige Lage.

Die Ukraine und Weißrussland sind im Vergleich zu Deutschland viel weniger bevölkert. Was wäre, wenn in Neckarwestheim oder am Bodensee ein Kernkraftwerk außer Kontrolle geriete? Soll dann alles evakuiert werden? Hier bei uns liegen die Kernkraftwerke alle eng beieinander. Man könnte dann ganz Baden-Württemberg evakuieren.

25 Jahre sind vergangen seit Tschernobyl. Vorher gab es Mayack und Harrisburg und die, die man uns verschweigt. Innerhalb von einem halben Menschenleben kann man einen Gau oder Supergau nun erleben. Und das soll sicher sein??
Die Kinder, die durch uns seit nunmehr 12 Jahren eingeladen werden, erholen sich im Schwarzwald in 3-4 Wochen erstaunlich gut von der andauernden Strahlenbelastung. Das Immunsystem wird gestärkt - die Radioaktivität in ihren Körpern wird abgebaut.

Werden wir demnächst Kinder aus Fukushima/Japan zu uns einladen müssen?

                                                                                                                                 18.3.2011, Waldtraut Schnitzer, St. Georgen

 

 

Die Atomkatastrophe von Japan - 25 Jahre nach Tschernobyl ist ein Atomausstieg unumgänglich !

Die Atomkatastrophe in Japan offenbart uns, dass Tschernobyl keine Ausnahmesituation war, wie es immer wieder von unseren Politikern beteuert wird. Für viele Menschen insbesondere in Deutschland ist es kaum vorstellbar welche Folgen so eine Katastrophe mit sich bringt. Es muss folglich einen Einschnitt für eine weltweite Debatte zur Nutzung der Kernkraft geben. Die Atomenergie zur Sicherstellung unserer weltweiten Energieversorgung ist und bleibt ein Irrweg, sie ist unbeherrschbar und wir und viele Generationen nach uns werden diesen Weg teuer bezahlen müssen.

Zur Erinnerung, Tschernobyl hat uns vor Augen geführt, was es heißt in verstrahlten Gebieten zu leben. Seit vielen Jahren nach dem verheerenden Atomunfall sind wir in Weißrussland als Hilfsorganisation tätig um die Menschen nach dieser Katastrophe mit unseren gegebenen Möglichkeiten zu unterstützen. Für viele Menschen war Tschernobyl schon aus dem Gedächtnis, doch die jüngsten Ereignisse in Japan geben allen Kritikern der Atomenergie recht, dass wir so schnell wie möglich die uns zur Verfügung stehenden Alternativen zur Energieerzeugung mehr fördern und zum Einsatz bringen müssen.

Wir haben oft genug die Folgen der Atomkatastrophe in Weißrussland gesehen und erleben können. Die Menschen werden dort in einer verstrahlten Umgebung dauerhaft leben müssen. Am stärksten sind die Kinder betroffen, da sie noch in der Entwicklung sind und durch die tägliche Aufnahme von verstrahlten Lebensmittelprodukten ihr Immunsystem schwächen und somit auch anfälliger für Krankheiten sind. Die Hilfe die wir ihnen geben können, schützt sie aber nicht davor, dass sie weiterhin in verstrahlten Gebieten wohnen und leben müssen. Wir können mit diesen Menschen mitfühlen, was es bedeutet, jeden Tag mit der Ungewissheit zu leben, eines Tages die Folgen dieser Katastrophe zu erfahren und wie werden unsere Kinder damit aufwachsen.

Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch wurde weltberühmt mit dem wohl erschütterndsten Buch zur größten Technologiekatastrophe in der Geschichte der Menschheit. In ihrem Buch „Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft, schreibt Sie: Tschernobyl ist unser Zuhause, unser nationales Schicksal geworden". Den Menschen in Japan droht nun ein ähnliches Schicksal. Hoffen wir für die dort lebenden Menschen, dass es nicht zu einer Ausweitung dieser Katastrophe kommen wird.

Unsere Politiker, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass es zu einer Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke gekommen ist, müssen nun schnellstmöglich Abschied von diesem Irrweg nehmen. Das öffentliche Entsetzen, das von Tschernobyl für kurze Zeit ausging, hat nicht dazu geführt Lehren zu ziehen. Die Verlängerung der Laufzeiten damit zu begründen, dass die Energieversorgung mit Atomkraft nur eine Brückentechnologie sei, ist abstrus und von tragischer Unkenntnis gemäß Murphys Gesetz (1), das besagt „Alles was schief gehen kann, wird auch schiefgehen.“

(1) Edward A. Murphy, amerikanischer Ingenieur

                                                                                                                                                            Elmar Marsiske, 15.03.2011

 

 

 

 

Hinweis in eigener Sache!!

Wenn Sie inzwischen eine Email-Adresse besitzen, oder Ihre bereits bekannte Email-Adresse geändert wurde, teilen Sie uns diese bitte mit. Sie ersparen uns damit Kosten beim Versenden unserer Post.